Bauherrschaft
Hochbau Stadt Bern
Architektur
Kast Kaeppeli Architekten BSA SIA
Bauleitung
Urech Architekten AG
Bauingenieurwesen
WAM Ingenieure + Planer AG
Bauphysik / Akustik
Grolimund und Partner AG
Haustechnik
Eicher + Pauli AG
Elektroplanung
Varrin & Müller AG
Landschaftsarchitektur
Luzius Saurer / Noa Landschaftsarchitektur
Fassadenplanung
Feroplan Engineering AG
Signaletik
Benny Mosimann
Kultur / Kunst am Bau
Selina Reber
Jahr der Fertigstellung
2020
Adresse
Gotthelfstrasse 30, 3013 Bern
Im Zentrum des Projekts steht die in den siebziger Jahren erbaute Turnhalle der Volksschule Spitalacker. Sie wird von Sportvereinen und der Schule genutzt, die Einstellhalle im Untergeschoss diente bisher der Feuerwehr. Mit dem Auszug der Feuerwehr, den veränderten Raumbedürfnissen sowie dem baulichen Erneuerungsbedarf wurde eine Erweiterung der Anlage nötig. Das Projekt fasst zweiseitig die sanierte Turnhalle mit viergeschossigen Anbauten. Das westlich gelegene Volumen nimmt mit seiner Höhe Bezug auf die gegenüberliegende Feuerwehrkaserne, mit dem östlichen Anbau wird der Pausenhof begrenzt und ein städtebaulicher Abschluss zum Fussballplatz gebildet. Das langgestreckte Gebäude bleibt in seinen unterschiedlichen Teilen ablesbar. Die Anbauten übernehmen das Stützenraster der Turnhalle, sind bezüglich der Fassaden- und Geschossteilung allerdings differenziert ausformuliert. Die aus sandgestrahlten Betonelementen realisierte Fassaden orientiert sich in Gliederung und Farbgebung am historischen Schulhaus und den Nachbarbauten, womit ein Dialog zwischen Neubau und Bestand entsteht. Der Anbau für die Schule ist als flexible Raumstruktur geplant. Er wird durch eine zentral gelegene, doppelläufige Treppe erschlossen, die in den Obergeschossen in Vorzonen mit Garderoben und Lernlandschaften mündet, welche den Klassenzimmern vorgelagert sind. Die angegliederten Mehrzweckräume sind nach Bedarf unterteilbar, womit auf jedem Geschoss flexible Lern- und Unterrichtsmöglichkeiten entstehen. Durch die mit Leisten umrahmten Schrank- und Akustikflächen wird der Bezug zum kindlichen Maßstab hergestellt und erzeugt einen gestalterischen Reichtum der zum Lernen anregt. Da der Aussenraum sehr knapp ist, wird das Dach der Turnhalle zu einem begrünten Pausenhof umgestaltet, der auch als Verbindungsweg zwischen den beiden Anbauten genutzt werden kann. Üppig bepflanzte Hochbeete mit Sitzgelegenheiten unter einer Pergola bilden Aufenthaltsorte für 200 Schüler*innen. Der Quartierstützpunkt der Strassenreinigung befindet sich in der bestehenden Einstellhalle und der FC Breitenrain nutzt die Garderoben im Untergeschoss. Die Nachhaltigkeit wird einerseits über die innerstädtische Verdichtung, die flexible Raumstruktur und die werthaltigen Materialien und anderseits durch das Erfüllen des Minergie-P-ECO Standards, eines Fernwärmeanschlusses, einer Solar- und einer PV-Anlage gewährleistet.
Zurück zur Übersicht